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Wanderweg (T1–T2)

Wanderungen in und um Zürich: Planetenweg, Pfannenstiel, Lägern

Wandern ab Zürich mit S-Bahn und Tram: der Planetenweg vom Uetliberg zur Felsenegg, dazu Pfannenstiel, Lägerngrat, Greifensee und Sihlwald.

Von der Redaktion schweiz-reise.ch, veröffentlicht am , 7 Min. Lesezeit.

Uto Kulm mit Sendeturm auf dem Uetliberg über einem Nebelmeer, dahinter die Alpen
Foto: Patrick Federi / Unsplash

Zürich hat seine Hausberge so nahe, dass die Wanderung am Hauptbahnhof beginnt. Die S10 fährt bis kurz unter den Gipfel des Uetlibergs, ein Zug bringt dich nach Forch an den Pfannenstiel. Viele Wege im Kanton Zürich lassen sich das ganze Jahr gehen, und das macht sie im Spätherbst wertvoll, wenn in den Alpen die Bahnen in die Revision gehen.

Der Planetenweg vom Uetliberg zur Felsenegg

Die S10 braucht vom Hauptbahnhof rund 25 Minuten bis zur Endstation Uetliberg. Der Gipfel liegt auf 871 Metern, ein kurzer Anstieg führt vom Bahnhof zum Uto Kulm. Den Aussichtsturm dort erreichst du über 178 Stufen, der Aufstieg kostet Eintritt. Bei klarem Wetter reicht die Sicht von der Stadt über den Zürichsee bis zu den Alpen.

Am Bahnhof steht die Sonne, und ab hier ist der Weg ein Modell des Sonnensystems: Jeder Meter entspricht einer Million Kilometer. Die inneren Planeten folgen kurz nacheinander, danach werden die Abstände lang, und Pluto wartet erst bei der Felsenegg. Für Kinder begleitet die Figur Pinguin Ringo den Weg.

Der Weg ist breit, naturnah und gut ausgebaut. Er hält sich meist an den Waldrand, der Blick geht über den glitzernden See zur Bergkette dahinter. Unterwegs liegen Grill- und Picknickplätze, ein Bauernhof-Café und ein Teehüsli. Im Herbst ist der Uetliberg besonders beliebt, weil sein Gipfel oft über dem Nebelmeer liegt, während die Stadt darunter im Grau verschwindet.

Zurück mit der Felseneggbahn

Bei der Bergstation auf 803 Metern steht das Restaurant Felsenegg mit Panoramaterrasse. Die Luftseilbahn schwebt in fünf Minuten nach Adliswil hinunter und fährt im 15-Minuten-Takt. Im Winterfahrplan von Ende Oktober bis Ende März verkehrt sie täglich von 9.05 bis 20.05 Uhr, freitags und samstags bis 22.05 Uhr. Von Adliswil fährt die S4 zurück zum Hauptbahnhof.

Mit der Zürich Card fährst du auf den Uetliberg und ab der Felsenegg zurück nach Zürich, ohne ein weiteres Ticket zu lösen. Sie kostet CHF 29 für 24 Stunden und CHF 56 für 72 Stunden.

Weiter bis zum Albispass

Für mehr Strecke gehst du von der Felsenegg über die Buchenegg weiter, von dort ist es noch eine Wanderstunde bis zur Albispasshöhe. Ab der Passhöhe fährt das Postauto nach Langnau-Gattikon, Thalwil oder Hausen am Albis. Als ganze Etappe des Zürich-Zugerland-Panoramawegs beginnt die Tour am Triemli: 13 km, 700 m Aufstieg, rund 4 Stunden, durchgehend Wanderweg. Der Weg führt weiter bis Zug, mehr dazu im Überblick zum Wandern in der Zentralschweiz.

Weitere Wanderungen in der Nähe von Zürich

Alle Touren erreichst du ohne Auto. Gehzeiten ohne Pausen.

Tour Start Gehzeit Markierung Saison
Planetenweg Uetliberg–Felsenegg Uetliberg, Bahnhof 1 h 40 min bis 2 h Wanderweg (T1–T2) März bis November
Pfannenstiel: Forch–Meilen Forch, Bahnhof 3 h 10 min Wanderweg (T1–T2) ganzjährig
Lägern: Regensberg–Baden Regensberg, Dorf 3 h 30 min Wanderweg, Lägerngrat Bergwanderweg (T2–T3) ganzjährig
Greifensee: Greifensee–Maur Greifensee, Städtli 2 h Wanderweg (T1–T2) ganzjährig

Pfannenstiel: Hochwacht und Meilemer Tobel

Vom Bahnhof Forch steigt der Weg über Vorder Guldenen zur Hochwacht am Pfannenstiel, dem höchsten Punkt der Tour. Der Aussichtsturm dort ragt über die Baumwipfel, der Blick reicht über Greifensee, Zürichsee und Zürcher Oberland. Danach geht es über Toggwil durch das Meilemer Tobel an der Ruine Friedberg vorbei an den See: 11 km, 200 m Aufstieg, 465 m Abstieg. In Meilen steigst du an der Schiffstation aufs Kursschiff oder in die S-Bahn. Einkehren kannst du auf der Hochwacht und in Toggwil.

Lägern: der Grat zwischen Regensberg und Baden

Die Lägern, der östlichste Ausläufer des Juras, ist die anspruchsvollste Tour dieser Auswahl. Von Dielsdorf fährt ein Bus nach Regensberg, das auf einem Felssporn steht. Über eine Waldstrasse erreichst du in gut einer Stunde die Hochwacht mit einem kleinen Lokal. Danach führt ein schmaler Weg im schrägen Fels über den Grat. Dieser Abschnitt ist ein Bergwanderweg und verlangt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Mit Kindern oder Hund nimmst du den unteren Weg im Wald. Über das Schloss Schartenfels mit Restaurant steigst du in die Altstadt von Baden ab, rund 11 km in etwa 3 h 30 min. Nach der Hochwacht gibt es keine Verpflegung mehr, nimm Wasser und Proviant mit.

Greifensee: Riedwiesen und Kursschiff

Die flachste Tour beginnt im Städtchen Greifensee. Du fährst mit der S-Bahn bis Nänikon-Greifensee oder Schwerzenbach und weiter mit dem Bus bis «Greifensee, Städtli». Der Uferweg nach Maur misst 8,4 km und ist in rund zwei Stunden gegangen. Im Herbst, Winter und Frühling rasten über 120 Zugvogelarten in der Seelandschaft, darum lohnt sich der Weg gerade in der kalten Jahreszeit. In Maur nimmst du in der Schifffahrtssaison das Kursschiff nach Niederuster, sonst den Bus.

Albis: Sihlwald und Türlersee

Am Albis starten zwei kürzere Touren in Hausen am Albis. Der Wildnispfad Sihlwald führt in 1 h 55 min über 6 km quer durch den Wildnispark: zuerst steil zum Albishorn mit Restaurant und Blick über den ganzen Zürichsee, dann am Albisweiher vorbei hinunter ins Sihltal zum Besucherzentrum Sihlwald. Im Sihlwald werden seit dem Jahr 2000 keine Bäume mehr gefällt, deshalb wächst dort ein urwaldähnlicher Buchenwald. Zurück fährst du ab dem Bahnhof Sihlwald. Leichter ist der Spaziergang zum Türlersee, 7,2 km in rund 1 h 50 min, mit Sicht bis zu Eiger, Mönch und Jungfrau.

Das Zürcher Oberland und das Tösstal haben eigene Höhenwege, darunter den Züri Oberland-Höhenweg in vier Etappen von Winterthur nach Rapperswil. Sie verdienen einen eigenen Beitrag.

Wandern im November und Winter

Pfannenstiel, Lägern und Greifensee sind ganzjährig begehbar, und die Felseneggbahn fährt das ganze Jahr. Liegt Schnee, wird am Uetliberg der Schlittelweg vom Gipfel zum Triemli präpariert, 3,1 km lang mit 330 Metern Höhendifferenz. Ideen aus anderen Regionen sammeln die Herbstwanderungen in der Schweiz, die Bedeutung der gelben und weiss-rot-weissen Markierungen erklärt der Beitrag zu den Wanderwegen der Schweiz. Gesperrte Abschnitte, etwa nach Steinschlag oder Holzschlag, zeigt die Sperrungskarte von SchweizMobil.

Häufige Fragen

Welche Wanderung ab Zürich ist für Familien am besten?

Der Planetenweg vom Uetliberg zur Felsenegg. Er ist breit, leicht und kurz, die Planetenposten halten Kinder bei Laune, und die Luftseilbahn spart den Abstieg. Für kleinere Kinder ist der flache Uferweg am Greifensee eine gute Alternative.

Kann ich den Planetenweg in Gegenrichtung gehen?

Ja, der Weg ist in beide Richtungen signalisiert. Du fährst dann mit der S4 nach Adliswil und mit der Seilbahn zur Felsenegg und endest am Bahnhof Uetliberg. So hast du die Aussicht vom Uto Kulm als Ziel und fährst mit der S10 direkt zurück zum Hauptbahnhof.

Fahrpläne, Betriebszeiten der Felseneggbahn und Preise: Stand Oktober 2026.

Weitere Touren

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